22.11.2016  >>  THE ECONOMIST

THE ECONOMIST: Ausblick auf das Jahr 2017

LONDON, 22. FNovember 2016 – The World in 2017, die jährliche Zusammenstellung von Prognosen für das kommende Jahr von The Economist, sagt für 2017 revolutionäre Strömungen voraus. Das Wirtschaftsmagazin beruft sich dabei auf den 100. Jahrestag der russischen Revolution und die Auswirkungen von Donald Trumps Wahlerfolg in den USA.   

Daniel Franklin, Redakteur von The World in 2017: „Die Amerikaner haben für eine richtungsweisende Zerrüttung gestimmt, die Schockwellen um die ganze Welt schicken wird. Ein nach innen orientiertes Amerika wird die Verbündeten von Europa bis Asien, die sich auf die stabilisierende Unterstützung der Supermacht USA verlassen, verunsichern.“

The World in 2017 untersucht verschiedene Regionen auf der ganzen Welt und kommt zu folgenden Voraussagen:

  • Europa bekommt die Erschütterung nach Trumps Wahlsieg im Laufe des Jahres zu spüren. Dem Anteil der Protestwähler während der Wahlen in Frankreich, Deutschland und den Niederlanden kommt besondere Aufmerksamkeit zu. Großbritannien leitet die Trennung von der Europäischen Union in die Wege– ein Prozess, begleitet von bitteren Auseinandersetzungen im In- und Ausland.
  • Das Risiko einer nuklearen Auseinandersetzung ist erschreckend hoch, seitdem Wladimir Putin immer unverfrorener auftritt. Mit seinem Vorhaben, Russland wieder zu einer Großmacht zu machen, zeigt er sich als williger Risikoträger. Nordkorea stellt eine andere Art der nuklearen Bedrohung dar. Das Land testet weiterhin Nuklearwaffen und kann mittlerweile einen Sprengkopf derartig verkleinern, dass er auf eine Rakete passt.
  • In China nutzt Xi Jinping den Fünf-Jahres-Kongress des Zentralkomitees der kommunistischen Partei, um seine eigenen imperialistischen Ambitionen zu verfolgen.
  • Auch auf dem Arbeitsmarkt gibt es dank technologischer Fortschritte eine Revolution. Neue Berufe, wie Drohnen-Steuerer oder Virtual-Fashion-Designer, schaffen neue Möglichkeiten. Der Einfluss der künstlichen Intelligenz auf das Leben der Menschen wächst – und personalisierte Medizin erhöht die Lebenserwartung.
  • Immer mehr Computer bieten verbesserte effiziente Leistungen als digitale persönliche Assistenten.

Doch The World in 2017 zeigt auch, dass junge Menschen sich weniger um diesen Wandel sorgen, sondern ihn als Chance nutzen, um die Zukunft zu gestalten. In dieser Ausgabe kommen aufstrebende Künstler, Aktivisten, Unternehmer und Innovationsführer – alle Jahrgang 1985 – zu Wort und geben ihre Einschätzung für das Jahr 2017.  

The World in 2017 gibt auch Führungspersönlichkeiten aus der Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Kunst eine Plattform für ihre Ideen für 2017:

  • Justin Trudeau, kanadischer Premierminister, erklärt, warum sein Land sich nicht nach innen wenden wird, während die Globalisierung unter Beschuss gerät
  • Hiroshi Mikitani, CEO von Rakuten, einem der größten Internetunternehmen der Welt, glaubt, dass Japan für eine Neubelebung der Wirtschaft, weniger Regeln und mehr Ausländer braucht
  • Tsai Ing-wen, Taiwans President, erwartet, dass die Reform an Geschwindigkeit gewinnt
  • Jin Liqun, President der Asia Infrastructure Investment Bank, erklärt, warum seine neue Institution Innovationen und Kollaborationen mit sich bringt
  • Yvonne Chaka Chaka, Sängerin und Gründerin der Princess of Africa Foundation, fordert, dass die Welt die Grenzen einreißt, die Mädchen daran hindern, erfolgreich zu sein
  • George Clooney und John Prendergast, Mitbegründer von Sentry, zeigen auf, warum der Kampf gegen Korruption nicht nur im Süd-Sudan der Schlüssel zum Frieden ist
  • Maria Alyokhina, Mitglied von Pussy Riot, reflektiert darüber, was Revolution heutzutage bedeutet
  • Sadiq Khan, Bürgermeister von London, stellt fest, dass große Städte die Zukunft immer deutlicher formen – und deshalb auch mehr Kontrolle über ihre Ausgaben erhalten sollten
  • Sir Martin Sorrell, CEO von WPP, bedauert, dass eine Risikovermeidung die Unternehmenswelt schrumpfen lässt. Doch er glaubt, dass langfristiges Denken ein Comeback haben kann
  • Ray Dalio, Gründer der Bridgewater Associates, erklärt, warum gerade die 1930er Jahre Hinweise auf die Zukunft unserer Wirtschaft liefern können
  • Yuri Milner, Unternehmer und Physiker, hofft auf mehr Neugier auf die Wissenschaft
  • Susan Wojcicki, CEO von YouTube, sagt voraus, dass Flexibilität und eine größere Auswahl die Sehgewohnheiten ändern werden


The World In 2017 ist ab sofort am Kiosk, unter http://www.theworldin.com/ und in der App „The World in 2017“ im iTunes-Store und auf Google Play erhältlich.

The Economist:
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