18.11.2013  >>  THE ECONOMIST

"The World in 2014": Die gefährdete Demokratie

Die 28. Ausgabe des jährlich erscheinenden Economist-Magazins "The World in …" prophezeit ein großes Jahr für die Demokratie, in dem Wähler auf der ganzen Welt ihre Chance nutzen werden, zu rebellieren

London, 18. November 2013 – „Eine alarmierende Zahl von Wählern wird mit politischen Extremen anbandeln“ – und das in einem Jahr in dem fast 40 Prozent der Weltbevölkerung an die Wahlurnen strömen, prognostiziert die heute (EVT 18.11.2013) veröffentlichte Economist-Sonderpublikation „The World in 2014“. Laut der jährlich erscheinenden Zusammenstellung von politischen, wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und kulturellen Analysen ist die Demokratie in Gefahr und die Zeit reif für Reformen.

Philip Coggan, Kolumnist des Economist-Buttonwood Blogs und Autor des Artikels „Revolting Voters“ sagt voraus, dass Sparpolitik und eine hohe Arbeitslosigkeit, verbunden mit dem Erstarken der Technokratie, die Wähler dazu bringen wird, sich vom Mainstream abzuwenden.

Coggan argumentiert, dass im Vorfeld der wichtigen Wahlen des nächsten Jahres „die Desillusionierung gegenüber Politikern und Wahlen weltweit einen Tiefpunkt erreichen wird“. Zu den Ländern, deren Bürger nächstes Jahr zur Wahl gehen, gehören die 28 Staaten der Europäischen Union (um das Europäische Parlament zu wählen), die Vereinigten Staaten, denen erbitterte Wahlen um den US-Kongress bevorstehen und große Entwicklungsländer wie Indien und Brasilien.

Gemäß „The World in 2014“ gehören Veränderungen bei der Parteienfinanzierung, die Abschaffung von Wahlkreis-Manipulationen (Gerrymandering) und eine Reform der zweiten Kammern zu den notwendigen Reformen, um das politische System wiederzubeleben und der Bedrohung durch den Extremismus zu begegnen.

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