18.11.2013  >>  THE ECONOMIST

"The World in 2014": Die Stimmung dreht sich gegen die Technologie-Tycoons

Sonderpublikation von The Economist prognostiziert für das kommende Jahr eine veränderte öffentliche Meinung zu den Wirtschaftsführern der Technologie-Welt

London, 18. November 2013 – Das kommende Jahr bringt einen Wandel der öffentlichen Wahrnehmung der „Silicon-Valley-Elite" mit sich. Das prophezeit das von The Economist alljährlich veröffentlichte Sondermagazin „The World in 2014“, das heute (EVT 18.11.2013) weltweit erscheint. Die Sonderpublikation von The Economist behauptet, dass die Technologie-Elite ihre spartanische Vergangenheit aufgegeben und stattdessen dazu übergegangen ist, ihr Geld auf extravagante Art und Weise zu verpulvern. Dabei sind die Tycoons der Tech-Welt im Begriff, in Sachen öffentlicher Dämonisierung zu den Bankern und Ölbaronen dieser Welt aufzuschließen.

Bis heute blieb die Tech-Elite vom Volkszorn gegen die Plutokraten verschont. Aber Adrian Wooldridge, Autor des Artikels „The coming tech-lash" in „The World in 2014“, sagt voraus, dass sich dies im kommenden Jahr ändern wird. Er prognostiziert einen „aufkommenden Bauernaufstand gegen die Fürsten des Cyberspace".

Geeks haben sich als die rücksichtslosesten Kapitalisten erwiesen, behauptet Wooldridge. Die Lords des Cyberspace haben alles Mögliche dafür getan, um ihre irdischen Kosten zu senken, indem sie nur relativ wenige Menschen beschäftigen und gleichzeitig beim Aufsaugen öffentlicher Subventionen und der Umgehung von Steuern einen Banker-gleichen Enthusiasmus an den Tag legen. Das, verbunden mit der Tatsache, dass diese Techies sich auch zunehmend politisch profilieren, „wird aus diesen Plutokraten mächtige Feinde machen", sagt Wooldridge.

„The World in 2014“ behauptet, dass die Tech-Welt in einer Blase lebt und bisher vom Zorn der Massen über die Ungleichheit verschont geblieben ist. Wooldridge weiter: „Das Platzen der Blase wird im kommenden Jahr zu einer der größten Veränderungen für die kapitalistischen Volkswirtschaften."

The Economist:
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