16.01.2017  >>  THE ECONOMIST

THE ECONOMIST veröffentlicht neuen Big-Mac-Index: Euro und Pfund sind im Verhältnis zum US-Dollar unterbewertet

LONDON, 16. Januar 2017 – Dem neuesten Big-Mac-Index – dem Burger-basierten Währungsführer des Wirtschaftsmagazins The Economist – zufolge sind Euro und Pfund im Verhältnis zum US-Dollar um 24 beziehungsweise 18,7 Prozent unterbewertet. Ein Big Mac kostet aktuell 5,06 Dollar in Amerika – aber nur 4,06 Euro in der Eurozone und 3,73 Pfund in Großbritannien. Damit fällt der Euro mit 1,05 US-Dollar auf seinen tiefsten Wert seit 2003, während das britische Pfund mit 1,21 US-Dollar den schlechtesten Wechselkurs seit 31 Jahren einfährt.

Der Big-Mac-Index basiert auf der Theorie der Kaufkraftparität (KKP). Diese reflektiert die Vorstellung, dass sich die Wechselkurse auf lange Sicht einem Verhältnis annähern, das die Preise eines identischen Warenkorbs aus Produkten und Dienstleistungen in verschiedenen Ländern angleicht. Die Daten für diese Analyse basieren auf den Wechselkursen vom 11. Januar 2017.

Mithilfe des Big-Mac-Index kommt The Economist zu weiteren Erkenntnissen: So ist der mexikanische Peso im Vergleich zum Dollar um ganze 55,9 Prozent unterbewertet. Die von Donald Trump angekündigte Grenzmauer steht zwar noch nicht. Doch die Angst vor einem Handelskrieg sorgt dafür, dass der Peso seit November 2016 gegenüber dem US-Dollar ein Zehntel seines Wertes eingebüßt hat. Von den größeren Ländern kann nur Russland einen um 2,15 US-Dollar günstigeren Big Mac anbieten – und das, obwohl der Rubel im Laufe des Jahres 2016 erstarkt ist.

In einer ausführlicheren Analyse des Big-Mac-Index spielt auch das Durchschnittseinkommen eines Landes eine Rolle. So ist der chinesische Yuan gegenüber dem US-Dollar um 44,1 Prozent unterbewertet. Unter Berücksichtigung des Durchschnittseinkommens liegt dieser Wert jedoch bei nur 7 Prozent. Da die Lebenshaltungskosten in Westeuropa höher sind, das Einkommen aber niedriger ausfällt als in den USA, wurde der Euro seit seiner Einführung bei einbezogenen Lebenshaltungskosten mit einem rund 25 prozentigen Aufschlag gehandelt.

Den vollständigen Big-Mac-Index sowie interaktive Grafiken für 42 Länder, Hong Kong und die Eurozone finden Sie ab sofort unter http://www.economist.com/content/big-mac-index.

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