14.07.2017  >>  THE ECONOMIST

The Economist: The World if Report – Die Welt, wie sie sein könnte

The Economist veröffentlicht seinen dritten, jährlichen Special Report The World If

London, 14. Juli 2017 – The Economist veröffentlicht heute seinen dritten, jährlichen Special Report The World If. Die darin enthaltenen Szenarien beschreiben, was unter bestimmten Umständen in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Technologie passieren könnte. Die diesjährige Ausgabe beleuchtet Themen wie das weltweite Grundeinkommen, die Auswirkungen einer zweiten Trump-Amtszeit, ein britisches Wirtschaftsmodell nach dem Brexit und menschliche Klone. Diese und weitere Szenarien sind ab sofort online unter http://worldif.economist.com/ verfügbar, eine Auswahl erscheint auch in der aktuellen Printausgabe vom 14. Juli 2017.

The World If fragt unter anderem, was wäre, wenn:

  • Ein weltweites Grundeinkommen eingeführt würde
  • Frankreichs neuer Präsident es schaffen würde, sein Land und den europäischen Kontinent umzuwandeln
  • Donald Trump eine zweite Amtszeit gewinnen würde
  • Grenzen geöffnet würden
  • Menschen geklont würden
  • Die Menschen das Wetter kontrollieren könnten


Daniel Franklin, Redaktionsleiter von The Economist und Autor von The World If: “Die Ereignisse in den Jahren 2016 und 2017 haben gezeigt, dass wir auf das Unerwartete vorbereitet sein müssen. The World If ist keine Vorhersage. Es ist aber ein Gedankenspiel, das viele Möglichkeiten berücksichtigt.“  

Universelles Grundeinkommen:
The World If wirft einen Blick auf die Idee des universellen Grundeinkommens und fragt, wie sich die Idee nach den ersten bereits unternommenen Versuchen weiterentwickeln könnte. Zwei Jahre nachdem Finnland 2017 das universelle Grundeinkommen eingeführt hat, so die Spekulation, zeigen Gutachten, dass sich die Zahl der Arbeitssuchenden, die das Grundeinkommen erhalten, und anderer Arbeitsloser, nicht stark unterscheiden wird. Jedoch: Wer diese Zahlungen erhält, scheint zufriedener zu sein. Arbeit wird eher Bestreben als Pflicht sein, das oft mit einem Jahr Auszeit zum 40. Geburtstag gefeiert wird. Zu den Schattenseiten könnte ein Anstieg des Nationalismus zählen. Dieser erwächst aus der Angst vor Migranten, die das System des universellen Grundeinkommens ausnutzen könnten. Das wird andere Länder nicht davon abhalten, das Modell ebenfalls einzuführen. The World If zeigt, wie das in Schottland, Idaho und – mithilfe der EU – in Entwicklungsländern aussehen könnte.

Großbritannien nach dem Brexit: The Economist blickt in eine Zukunft, in der Großbritannien, bereits aus der Europäischen Union ausgetreten, ein alternatives Wirtschaftssystem anstrebt und das „Singapur an der Themse“ wird: Es ist das Jahr 2021, Großbritannien ist aus der EU gestürmt, ohne eine Übergangsregelung festzulegen. Die Konservativen haben einen Entwurf entwickelt, der die Wirtschaft wettbewerbsfähig halten soll und niedrige Steuern für Öffentlichkeit und Unternehmen fordert. Der Plan lockt einige größere Unternehmen nach Großbritannien, hilft jedoch nicht dem lokalen Wirtschaftswachstum. Öffentlichen Diensten, besonders dem Gesundheitswesen, gehen die Ressourcen aus und Unternehmen finden wegen schärferer Einwanderungsgesetze nicht die benötigten Arbeitskräfte. The Economist entwickelt das Szenario einer neuen Allianz von Premierministern, die zurück in die EU wollen und ein neues Referendum versprechen.

Trumps zweite Amtszeit: Was wäre, wenn Donald Trump eine zweite Amtszeit antreten würde? The Economist bewertet die ersten sechs Monate nach Trumps Sieg anhand der demokratischen Kandidatin Elizabeth Warren und des Vorsitzenden der neuen zentristischen OPeN!-Partei, Mark Zuckerberg. Die Wirtschaft läuft gut und die Wiederwahl-Kampagne wird nicht müde „Make America Great!” zu wiederholen. Viele von Trumps Versprechen aus dem ersten Wahlkampf 2016 sind noch nicht erfüllt, aber das hat seine loyalen Unterstützer nicht entmutigt. Der Stillstand im Kongress hat sich immer weiter gesteigert. Das führt beim Präsidenten zu Frustration bis hin zur Trägheit. Quellen aus dem demoralisierten Weißen Haus sprechen davon, dass Trump viele Stunden vor dem Fernseher sitzt und sich bei seinem engsten Kreis beschwert, er „hätte diesen Job nicht machen müssen”. Late-Night TV-Satiriker amüsieren sich darüber, wie viel Gewicht der Präsident zugelegt hat, obwohl er immer wieder erwähnt, er spiele Golf.

Menschliche Klone: The World If spult vor bis ins Jahr 2050: Das Klonen von Menschen ist Wirklichkeit geworden. Der erste geklonte Mensch kam 2020 auf die Welt und ist jetzt erwachsen. Im Jahr 2030 wird Klonen zum Trend und führt dazu, dass zwischenzeitlich 10 Prozent der Babys in San Francisco Klone sind. Zu diesem Zeitpunkt erkennen die Menschen, dass das Aufziehen einen „Mini-Ich“ und die Kreation eines perfekten Selbst-Abbildes nicht die freudvolle Erfahrung ist, die sie erwartet hatten.  
 
The World If zeigt auch Momentaufnahmen: Was wäre, wenn alle Straßen so sicher wären wie die in Schweden, wenn Afrika ein Land wäre, wenn alle neuen Autos elektrisch wären und jeder 100 Jahre alt würde? The Economists redaktioneller Kartoonist visualisiert, was passieren würde, wenn Menschen das Wetter kontrollieren könnten.

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