14.07.2016  >>  THE ECONOMIST

The Economist beleuchtet weitere Zukunftsszenarien: „The World If“-Supplement fragt „Was wäre wenn?“

Mit „The World If“ betrachtet The Economist zum zweiten Mal mögliche Zukunftsszenarien des Weltgeschehens. In der morgigen Ausgabe wird unter anderem gezeigt, was wäre, wenn Donald Trump US-Präsident wird, das nordkoreanische Regime zusamm

London / Hamburg, 14. Juli 2016. The Economist veröffentlicht in seiner morgigen Ausgabe (EVT 15.07.16) zum zweiten Mal sein jährliches Supplement „The World If“. Eine Sammlung von Zukunftsszenarien, die erörtern, was in Anbetracht bestimmter Annahmen in Politik, Wirtschaft und im Technologiebereich geschehen könnte. Welchen außenpolitischen Überraschungen könnte Amerika in den ersten 100 Tagen unter der Präsidentschaft von Donald Trump gegenüberstehen? Wie würde die Welt auf den Zusammenbruch des nordkoreanischen Regimes von Kim Jong Un reagieren? Und was geschieht, wenn Cyber-Kriminelle das Finanzsystem zum Stillstand bringen? Was würde zum Vorschein kommen, wenn die Meere so durchsichtig wären wie der Himmel? Die Fragen mögen hypothetisch sein, aber die Antworten auf diese und andere Fragen, die „The World If“ untersucht, sind erhellend.

„America First“: Eine Welt unter einem Präsidenten Trump, der medienwirksam Entschlossenheit demonstriert, mit der Realität jedoch schnell konfrontiert wird und Krisen an verschiedenen Fronten verursachen könnte. Diplomatische, militärische und kommerzielle Manöver Chinas, Mexikos und Russlands könnten den Plänen des neuen Präsidenten zuvorkommen. Bereits bevor Mr. Trump ernst macht mit China, könnte China Investoren in Panik versetzen, im dem es gegen amerikanische Unternehmen vorgeht. Und bevor Trump seine „beautiful wall“ bauen kann, könnte Mexiko sein Sicherheitsabkommen mit Amerika aufkündigen. Russische Provokationen im Baltikum könnten die Bereitschaft Trumps auf die Probe stellen, die NATO-Verbündeten zu verteidigen. „Wenn Amerikas Präsident tobt und schwadroniert, kann das leider Gottes reale Konsequenzen nach sich ziehen“, fasst The Economist zusammen.

Was geschieht, wenn der plötzliche Tod von Nordkoreas Präsidenten Kim Jong Un zum Zusammenbruch des Regimes führte? Die meisten Szenarien deuten auf eine facettenreiche, komplizierte Katastrophe hin: humanitärer Ausnahmezustand, Bürgerkrieg, internationaler Konflikt, nuklearer Kontrollverlust, wirtschaftliche Not sowie soziale Spannungen zwischen Süd- und Nordkorea. Die Vorbereitungen auf solche Eventualitäten sind bislang unzureichend, da die Zusammenarbeit zwischen Amerika, China und Südkorea politisch unmöglich ist.

Neue Angriffe haben einen Vorgeschmack auf eine neue Art von Cyberkriminalität geliefert, die durch das gezielte Hacken der für das Finanzsystem lebenswichtigen Infrastruktur wie Clearinghäuser und Zahlungssysteme die Weltwirtschaft zum Stillstand bringen könnte. Ein Szenario, wie ein solcher Angriff – nach monatelanger sorgfältiger Vorbereitung – um sich greifen könnte, zeigt, warum ein besserer Schutz notwendig ist.

Verschiedene Abwehrmaßnahmen sind erforderlich, wenn der Ozean durchsichtig wird, da die nuklear bestückten U-Boote der großen Mächte nicht mehr unsichtbar wären. Ein transparentes Meer würde auch Naturwunder wie riesige und größtenteils unerforschte Flächen des Meeresbodens hervorbringen, die von großem biologischem Interesse sind. Dank des technologischen Fortschritts gibt der Ozean langsam seine Geheimnisse preis.

„The World If“ spekuliert außerdem über die Massenprivatisierung in China, volkswirtschaftliche Reformen, Computer, die Gesetze schreiben sowie über die Konsequenzen eines nicht wiedervereinigten Deutschlands. Außerdem denkt der Karikaturist von The Economist über die Folgen eines weit verbreiteten Gebrauchs privater Drohnen („prones“) nach.
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