08.07.2015  >>  THE ECONOMIST

Ungewöhnliche Marketing-Kampagne:
The Economist testet den britischen Appetit für Insekten-Eis

London / Hamburg, 08. Juli 2015 – Hochrechnungen zufolge wird die Weltbevölkerung bis zum Ende des Jahrhunderts auf elf Milliarden Menschen anwachsen. Dass sind viele hungrige Münder angesichts der durch den Bevölkerungsanstieg und den Klimawandel immer geringer werdenden Nahrungsressourcen.

Die Lösung ist, so The Economist, dass wir alle weniger Fleisch und mehr Insekten essen. In den kommenden zwei Wochen wird das britische Nachrichtenmagazin daher die Geschmacksnerven neugieriger und sozial verantwortlicher Londoner an vier Eissorten mit Insekten heranführen. Darunter befinden sich Sorten wie Scurry Berry, ein Fruchteis gemischt mit Insektenstücken, und Choc Hopper, Schokoladeneis mit Grashüpfer-Stückchen.   

Die Fakten sprechen für sich. Insekten sind gesünder als Fleisch. Es gibt 2.000 essbare Insektensorten die voll sind mit Proteinen, Ballaststoffen, Eisen, Zink und Calcium. Eine kleine Portion Grashüpfer kann die gleiche Menge Eiweiß enthalten wie eine vergleichbare Menge an Rindfleisch, nur ohne Kalorien und Fett. Insekten zu essen macht auch wirtschaftlich Sinn: Sie zu züchten ist billig oder sogar kostenfrei. Außerdem benötigt es nur wenig Technologie und Investment, um sie zu verarbeiten. Damit sind Insekten das ideale Produkt für die ärmsten Menschen, da sie von der Aufzucht profitieren können. Im Hinblick auf die Umwelt sind Insekten eine nachhaltigere Ressource als Nutztiere. Ein Fünftel aller Treibhausgase stammt von Vieh – das ist mehr als Verkehrmittel verursachen. Insekten wiederum geben nur wenige Treibhausgase ab, benötigen weniger Land zum Überleben als Nutztiere und fressen fast nichts. Was spricht also dagegen?

Während zwei Milliarden Menschen auf der Welt bereits Käfer essen – Mexikaner mögen ihre Grasshüpfer in Chili angebraten, Thailänder braten ihre Grillen in heißem Öl und Ghanaer naschen Termiten – sind Westler ein wenig langsamer darin, den Essenstrend anzunehmen. Als Lösung schlägt The Economist vor, die Insekten schmackhafter zu machen, indem man sie als Zutaten in Nahrung einbindet, die wir lieben – wie Eiskrem.

Wer noch bis zum 17. Juli 2015 in London sein sollte, ist eingeladen, unser Insekten-Eis kostenlos beim The Economist-Eiskrem-Dreirad in den folgenden Stadtteilen zu probieren: Clapham Junction, Hampstead Heath, Liverpool Street, Bank, St Paul’s, Moorgate, London Bridge, Borough Market, Greenwich, Waterloo, Farringdon, Canary Wharf, Cheapside and Knightsbridge.

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