05.06.2014  >>  THE ECONOMIST

Economist-Spezialbeilage "Technology Quarterly":
Briefmarkengroße Nanosatelliten verändern das Raumfahrt-Business

Das Wirtschaftsmagazin The Economist veröffentlicht am 06.06.2014 sein Special „Technology Quarterly“ mit dem Schwerpunkt Nanosatelliten-Technologie

London, 05. Juni 2014 – Diesen Freitag (EVT 06.06.14) veröffentlicht The Economist seine Spezialbeilage „Technology Quarterly“, in der das Wirtschaftsmagazin schwerpunktmäßig auf Nanosatelliten eingeht. Von Smartphones und anderer Consumer-Electronics-Technologie profitierend verändern diese winzigen Satelliten gerade die Raumfahrt-Industrie, indem sie die Kosten für Forschung und kommerzielle Nutzungen im Weltall drastisch reduzieren. Rund 1.000 Nanosatelliten werden voraussichtlich in den nächsten fünf Jahren ins All geschickt, vom 10-Zentimeter-Standardformat CubeSat bis hin zu Modellen, die klein wie Briefmarken sind.

The Economist berichtet, wie die Technologie von der Stange die Kosten für Satellitentechnik senkt und ein Nanosat-Wettlauf im All viele neue Weltraum-Unternehmen entstehen lässt. Technology Quarterly stellt mehrere dieser Firmen vor. Zu den von ihnen entwickelten Nanosat-Anwendungen gehört beispielsweise  ein Standort -Monitoring-Service, der in der Lage gewesen wäre, den Malaysian-Airlines-Flug MH370 aufzuspüren.

Weitere Themen in der kommenden Ausgabe von Technology Quarterly sind:

Verstecken vor Big Data:
Vor dem Hintergrund, dass die Online-Sicherheit regelmäßig verletzt und persönliche Daten geplündert werden, prophezeien viele Experten einen großen Markt für Produkte, die die Privatsphäre schützen. Jedoch berichtet The Economist, dass „es kaum Hinweise dafür gibt, dass Sorgen zum Thema Datenschutz einen grundsätzlichen Wandel im Umgang und der Speicherung von Daten herbeiführen"; trotz der zunehmenden Möglichkeit staatlicher Interventionen. Technology Quarterly analysiert die unterschiedlichen Methoden zur Datensicherung und zum Schutz der Privatsphäre. Sie alle sind jedoch mit einem gewissen Kostenniveau verbunden.

Papier-Mikroskope: The Economist findet, dass wenn überhaupt eine Technologie reif für eine ordentliche Entrümpelung ist, dann das Mikroskop. „Als Tisch-Mikroskope haben sie sich seit dem 19. Jahrhundert praktisch kaum verändert – ihre Form ist das karikaturistische Klischee der Wissenschaft“. Technology Quarterly untersucht nun Polymer-beschichtete Papier-Faltmikroskope, ein Produkt, dass von Manu Prakash, einem Bioingenieur der Stanford University, auf den Markt gebracht wird. Eine hochauflösende Version des Faltmikroskops kostet weniger als einen Dollar, wiegt unter 10 Gramm und bietet eine bis zu 2.100-fache Vergrößerung. Die Faltmikroskope können bei der Diagnose von Tropenkrankheiten in Laboratorien und Kliniken in Entwicklungsländern helfen und gleichzeitig die nächste Generation von Ärzten und Wissenschaftlern inspirieren.

Außerdem enthält die kommende Ausgabe von Technology Quarterly Berichte zur Landminenentschärfung mit Lasern, Radaren und Ratten, der Nanotechnologie als Schutzschild gegen Bakterien, der Speicherung von Strom aus erneuerbaren Energien, 3D-Druck-Objektiven, Web-Browser-Videoanrufen, einem 1.000-Stundenmeilen-Auto, der spiegellosen Kamera, Innovationen bei mechanischen Uhren, einer neue Generation von Retro-Raumanzügen und einem Profil von Bill Stone, einem Höhlenforscher, der mit Hilfe von Robotern andere Planeten untersuchen will.

 

The Economist:
Mit einer wachsenden internationalen Print- und Digitalauflage (aktuell rund 1,6 Millionen) und seinen aufschlussreichen Analysen und Meinungen über jeden Aspekt des aktuellen Weltgeschehens ist The Economist eines der angesehensten und meistgelesenen Nachrichtenmagazine. Die Zeitung berichtet über Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Technik sowie Bücher und Kunst, und schließt jede Woche mit einem Nachruf. Die Webseite Economist.com bietet Artikel aus den vergangenen zehn Jahren und zusätzliche Inhalte wie Blogs, Debatten und Audio sowie Video-Programme, die nur Online erhältlich sind. The Economist steht Lesern auch auf Android, iPhone oder iPad-Geräten zum Download zur Verfügung. (www.economist.com)