01.06.2017  >>  THE ECONOMIST

The Economist empfiehlt Liberaldemokraten für Neuwahlen in Großbritannien

Der britischen Politik fehlt eine zentristische Partei, die für offene Märkte eintritt. Die Wahl der Liberaldemokraten ist der beste Weg, dies zu beheben

Das Wirtschaftsmagazin The Economist hat heute seine Empfehlung für die Wahl der Liberaldemokraten bei den Neuwahlen in Großbritannien veröffentlicht. Unter Jeremy Corbyn macht die Labour Party einen Schritt zurück in Richtung der gescheiterten, extrem linken Politik der 1970er. Unter Theresa May sind die Konservativen nicht mehr die Partei von Margaret Thatcher. So sehr sich die beiden Parteichefs aber auch in Stil und Überzeugung unterscheiden: Sie „sind vereint in ihrem Wunsch, Großbritannien vom Rest der Welt abzuschotten.“ The Economist ist der Meinung, dass Großbritannien eine radikale, zentristische Partei braucht, die für offene Märkte eintritt, und dass die Liberaldemokraten, trotz all ihrer Fehler, diesen Anforderungen am nächsten kommen. 

Die Empfehlung wird in der morgen erscheinenden Economist-Printausgabe und bereits heute online unter http://economist.com/endorsement2017 veröffentlicht.

„Jeremy Corbyn präsentiert sich als radikaler, ist aber der konservativste – und gefährlichste – Kandidat von allen“, schreibt The Economist in seinem Leitartikel. Theresa May ist besser, aber ihr Entschluss, die Zahl der Zuwanderungen zu senken und sich in die Märkte einzumischen, weicht erheblich ab von dem Weg, der in den letzten 40 Jahren eingeschlagen wurde: Für mehr Offenheit gegenüber Märkten, Investitionen und Menschen. 

„Es ist eine düstere Entscheidung für dieses Magazin, das in keiner der großen Parteien die Grundlagen für die klassischen liberalen Werte des Economist sieht“, schreibt The Economist weiter. „Der Brexit wird am wenigsten Schaden anrichten, wenn man ihn als eine ‚Umarmung der übrigen Welt‘ sieht und nicht einfach als Ablehnung Europas. Wir möchten eine Regierung, die die engen Kontakte mit der EU beibehält, gleichzeitig aber auch hinter dem Referendum steht. Sie soll den Brexit nutzen, um die Freiheit der britischen Märkte und der Gesellschaft zu bekräftigen – nur so bleiben uns dynamische Unternehmen und Talente in Großbritannien erhalten.“

Im Leitartikel räumt The Economist ein, dass die Liberaldemokraten in diesen Wahlen „nirgendwohin gehen“. Aber die Lawine, die der Brexit losgetreten hat, ist unvorhersehbar. Viele gemäßigte Konservative- und Labour-Unterhausabgeordnete könnten einer neuen liberalen zentristischen Partei beitreten, so wie es auch Teile der Linken und Rechten gerade erst in Frankreich getan haben. „Eine Stimme für die Liberaldemokraten könnte also eine Art Anzahlung für die Zukunft sein. Wir hoffen, dass die Liberaldemokraten ein Element einer Partei sein werden, die sich radikal im Zentrum positioniert und die für ein florierendes, prosperierendes Großbritannien unentbehrlich ist.“

„Großbritanniens fehlende Mitte“ ist die Titelstory der kommenden Ausgabe von The Economist (Erscheinungsdatum: 02. Juni 2017). Der Leitartikel und weitere Beiträge sind ab sofort online verfügbar: 

http://www.economist.com/endorsement2017

http://www.economist.com/news/briefing/21722846-brexit-both-cause-and-symptom-countrys-troubles-britains-election-offers-little

Das Wirtschaftsmagazin The Economist hat heute seine Empfehlung für die Wahl der Liberaldemokraten bei den Neuwahlen in Großbritannien veröffentlicht. Unter Jeremy Corbyn macht die Labour Party einen Schritt zurück in Richtung der gescheiterten, extrem linken Politik der 1970er. Unter Theresa May sind die Konservativen nicht mehr die Partei von Margaret Thatcher. So sehr sich die beiden Parteichefs aber auch in Stil und Überzeugung unterscheiden: Sie „sind vereint in ihrem Wunsch, Großbritannien vom Rest der Welt abzuschotten.“ The Economist ist der Meinung, dass Großbritannien eine radikale, zentristische Partei braucht, die für offene Märkte eintritt, und dass die Liberaldemokraten, trotz all ihrer Fehler, diesen Anforderungen am nächsten kommen. 
Die Empfehlung wird in der morgen erscheinenden Economist-Printausgabe und bereits heute online unter http://economist.com/endorsement2017 veröffentlicht.
„Jeremy Corbyn präsentiert sich als radikaler, ist aber der konservativste – und gefährlichste – Kandidat von allen“, schreibt The Economist in seinem Leitartikel. Theresa May ist besser, aber ihr Entschluss, die Zahl der Zuwanderungen zu senken und sich in die Märkte einzumischen, weicht erheblich ab von dem Weg, der in den letzten 40 Jahren eingeschlagen wurde: Für mehr Offenheit gegenüber Märkten, Investitionen und Menschen. 
„Es ist eine düstere Entscheidung für dieses Magazin, das in keiner der großen Parteien die Grundlagen für die klassischen liberalen Werte des Economist sieht“, schreibt The Economist weiter. „Der Brexit wird am wenigsten Schaden anrichten, wenn man ihn als eine ‚Umarmung der übrigen Welt‘ sieht und nicht einfach als Ablehnung Europas. Wir möchten eine Regierung, die die engen Kontakte mit der EU beibehält, gleichzeitig aber auch hinter dem Referendum steht. Sie soll den Brexit nutzen, um die Freiheit der britischen Märkte und der Gesellschaft zu bekräftigen – nur so bleiben uns dynamische Unternehmen und Talente in Großbritannien erhalten.“
Im Leitartikel räumt The Economist ein, dass die Liberaldemokraten in diesen Wahlen „nirgendwohin gehen“. Aber die Lawine, die der Brexit losgetreten hat, ist unvorhersehbar. Viele gemäßigte Konservative- und Labour-Unterhausabgeordnete könnten einer neuen liberalen zentristischen Partei beitreten, so wie es auch Teile der Linken und Rechten gerade erst in Frankreich getan haben. „Eine Stimme für die Liberaldemokraten könnte also eine Art Anzahlung für die Zukunft sein. Wir hoffen, dass die Liberaldemokraten ein Element einer Partei sein werden, die sich radikal im Zentrum positioniert und die für ein florierendes, prosperierendes Großbritannien unentbehrlich ist.“
„Großbritanniens fehlende Mitte“ ist die Titelstory der kommenden Ausgabe von The Economist (Erscheinungsdatum: 02. Juni 2017). Der Leitartikel und weitere Beiträge sind ab sofort online verfügbar: 
http://www.economist.com/endorsement2017
http://www.economist.com/news/briefing/21722846-brexit-both-cause-and-symptom-countrys-troubles-britains-election-offers-little